Gelder für gemeinnützige und mildtätige Zwecke

Julius-Würth-Stiftung zahlt fast 120.000 Euro an Stadt, Diakonie und Caritas aus
Jährlich wiederkehrend schüttet die Stiftung finanzielle Mittel zur Unterstützung von Personen des örtlichen Umfeldes (Stadt Bad Friedrichshall und Umgebung) aus, die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustandes auf die Hilfe anderer angewiesen sind sowie zur Unterstützung von einkommensschwachen Personen. Zu gleichen Teilen wird das Geld an die Stadt Bad Friedrichshall, Diakonie und Caritas ausgezahlt. 37.317 Euro stehen der Stadt zur Verfügung, die wie folgt ausgezahlt wurden: je 500 Euro an die Anonymen Alkoholiker, die Behindertengruppe Vergissmeinnicht, an die Nachbarschaftshilfe, an „Frauenselbsthilfe nach Krebs“ und die Amsel Kontaktgruppe. Die FSV Behindertenabteilung erhält 1.000 Euro für ihre Aktivitäten, wie beispielsweise den Besuch der „Special Olympics“, genauso wie der NABU Bad Friedrichshall und Umgebung für sein Filmprojekt „Kinder und Natur“. 3.317 Euro gehen ins Rathaus an den Fachbereich I für Maßnahmen der Inklusion und 7.500 Euro an das Hospiz der Gezeiten.

Der DRK Ortsverein erhält 10.000 Euro für den 55.000 Euro teuren Scheunen-Umbau in Duttenberg, um das Katastrophenfahrzeug unterzustellen und für das Materiallager. Der Gemeinderat bewilligte bereits 7000 Euro, Mitglieder leisteten 400 Stunden ehrenamtlicher Arbeit.

12.000 Euro erhält die Kleiderbörse, die nach dem Abriss des ehemaligen Modehauses Krauß in die Hauptstraße 39 umziehen muss. Die Diakonie gibt sein Drittel der Stiftungsgelder ebenfalls für diesen Standort und der Einrichtung eines Tafelladens.

Die Caritas setzt 25.000 Euro für den Start dreier Projekte: Kindergruppe „Krümelkiste“ ist ein Angebot für Kinder und Jugendliche aus suchtbelasteten Familien und die Kindergruppe „Wolkenbrecher“ für Kinder aus Familien mit psychischen Belastungssituationen und Erkrankungen. Das Projekt „Mach Dich stark“ ist eine Plattform für Kinder, die von Armut betroffen sind und Hilfe und Unterstützung benötigen. Die verbleibenden Gelder gehen an die Sozialstation Krumme Ebene, der auch die IAV-Stelle, eine Beratungsstelle für hilfs- und pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige, angehört.

Hintergrund
Als Julius Würth 1914 die Leitung des Familienunternehmens übernahm, hat er früh den Weg für die heutige technologische Ausrichtung des Unternehmens geebnet, das sich weltweit als Markenhersteller von Metallstrahlmitteln einen Namen gemacht hat. Aber auch eine klare Wertehaltung, eine starke soziale Orientierung und Mitarbeiterfürsorge prägte sein Denken und Handeln. Seiner Tochter Irene hat er damit nicht nur ein Lebenswerk, sondern auch eine Philosophie hinterlassen. Dieses Erbe wird heute als Stiftung weitergeführt, die 1987 gegründet wurde und die Grundlage für den Fortbestand der Firma bildet und soziale Projekte fördert. Die jährlichen Erträge gehen zu je einem Drittel an die Stadt Bad Friedrichshall, das Diakonische Werk für den Stadt- und Landkreis und an die Caritas, vorausgesetzt es sind gemeinnützige und mildtätige Projekte. Die 50 Mitarbeiter sind stille Gesellschafter und tragen somit zum Stiftungsertrag und zum gemeinnützigen Engagement bei.

Bildunterschrift
v.l.n.r. Wilfried Ponto kaufmännischer Werksleiter Würth, Stefan Susset Regionalleiter Caritas, Matthias Weiler Diakonie, Stefan Schneider Regionalleiter Caritas, Bürgermeister Timo Frey, Margarete Benkner Vorstand DRK Bad Friedrichshall, Ulrich Keitel Mitglied des Stiftungsvorstandes, Doris Waldbüßer Sozialstation und Inge Ballmann IAV-Stelle.